Zurück im Schnee

Jo, nun bin ich also wieder zurück im katen Kanada. Schön war's bei euch, trotzdem musste ich wieder weg.

Ich war also wie bekannt im Disneyland, um dort Silvester zu feiern. Dort stieg abends eine Party mit Musik über die großen Lautsprecher am zentralen Platz zwischen Main Street und Dornröschen-Schloss. Um zwölf gab es dann das große Feuerwerk, welches herrlich anzusehen war. Echt was Anderes als nur eine Rakete aus einer leeren Cola-Flasche abzufeuern.

Als das Feuerwerk vorbei war, verließen alle den Park und wir somit auch. Weil am Bus eine riesige Schlange war, sind wir die paar Meter zum Hotel gelaufen.

Den nächsten Tag haben wir dann bis zum Abend genutzt, um die schönsten Achterbahnen durchzunehmen, was auch wirklich alles super war, selbst wenn man teilweise lange anstehen musste. Aber das gehört ja dazu.

Nach dem Abendessen brachen wir auf, und dann begann der Ärger:

Wir fuhren bis zu unserer U-Bahn-Station, wo wir umsteigen mussten, um zum Flughafen, wo sich unser Hotel befand, zu gelangen. Doch die Züge fuhren nicht mehr zum Flughafen, Streik im öffentlichen Nahverkehr, in Frankreich ja leider vollkommen normal. Ergo mussten wir ein bisschen kniffeln und kamen erst kurz vor Mitternach dann am Hotel an. Doch damit noch nicht genug.

Als wir am nächsten Morgen zum Flughafen wollten, fuhr der Shuttle-Bus, den wir uns ausgeguckt hatten gar nicht zum Flughafen und wir durften noch weitere 15 Minuten in der Kälte auf den nächsten warten. Am Flughafen kam dann die nächste Überraschung. Schneesturm in Kanada, alle Flüge von und nach Kanada hatten Verspätung. Wir standen also lange Zeit in einer Kofferschlange, um dann zu erfahren, dass unser Flug 1,5 Stunden später starten sollte. Na gut, dachten wir, geht ja noch, da der Flug vor uns glatte 3 Stunden Verspätung hatte.

Dann kam der nächste Hammer. Besagter Flug mit 3 Stunden Verspätung wurde am Nachbar-Gate geborded. Das schöne daran war, dass Amélies Ex-Freund eben diesen Flug hatte und uns dann auch noch im Wartesaal fast genau gegenüber saß- Natürlich hat der dann die ganze Zeit rübergeglubscht, bis sein Flug endlich geborded wurde.

Jesus, Maria, dachte ich, was kann denn jetzt noch kommen? Wir gingen also an Bord, Plätze in der letzten Reihe, bis wir dahin kamen hatten naürlich, wie könnte es auch anders sein, schon alle drumherum die Gepäckfächer vollgestopft. Und ich konnte dann zusehen, wie ich unseren Scheiß dazwischen quetsche.

Dann ging es aber endlich los. Doch nach gut einer Stunde kam eine Durchsage über den Lautsprecher, ob nicht ein Arzt oder eine Krankenschwester an Bord sei. Was ist das nun wieder für'n Blödsinn, dachte ich. Irgendwer war in der einen Stunde in der Luft wohl unheilbar krank geworden, also hat unser kleiner Flieger, der sowieso schon verspätet war, gleich noch einen Stopp in Shannon, Irland, eingelegt, damit der Kerl ärztlich versorgt werden konnte.

Um dem Ganzen dann noch die Krone aufzusetzen, brauchte der kranke Kerl natürlich dann auch noch seinen Koffer, damit er in Irland bleiben konnte. Das Ding zu finden hat dann nochmal geschlagene 2,5 Stunden gedauert.

Jedenfalls kamen wir dann auch irgendwann in Montreal an. Dort konnten wir aber nicht am Gate andocken, weil da noch ein anderes Flugzeug parkte. Schupps, waren nochmals 30 Minuten weg. Dann der übliche Trubel mit dem Koffer, und dann musste ich auch noch sämtliche Zollmenschen anlügen, damit die mich erstens ins Land lassen (als Tourist, weil meine Arbeitserlaubnis nach 2 Monaten immer noch nicht angekommen war) und damit die mir nicht mein ganzes, gutes, deutsches Essen abnehmen.

Danach durften wir dann noch unser Auto suchen, in der kanadischen Arschkälte, weil wir natürlich nach drei Wochen nicht mehr wussten wo es stand. Zum Glück war es nicht so sehr eingeschneit wie befürchtet und es sprang auch gleich gut an, machte nur zur Beginn der Autobahn ein paar Mucken bis es endlich warm war. Auf dem Heimweg gab es dann noch einmal geänderte Verkehrsführung, wo ich mich doch glatt nochmal 20 Minuten verfranzt habe. Als wir endlich zu Hause ankamen, war es 11 Uhr abends.

Wie erwartet, lagen 3 Wochen Schneefall auf dem Hof, die liegen übrigens immer noch und gehen auch ohne Tropensommer oder Schneefräse nicht wieder weg. Vom Dach war eine Lawine abgegangen, die den Balkon und die Treppe unter sich begraben hat. Durch diese Lustigkeit durfte ich dann natürlich die dicken Koffer schleppen. Echt eine Scheißarbeit.

So, das war die Rückreise, an der Arbeit war ich auch schon, dort ist immer noch alles genauso beschissen wie vorher. Und nach 2 Tagen in Kanada bin ich jetzt auch erstmal vollkommen krank und fresse Medikamente wie Gummibärchen. Ich liege den größten Teil meines Wochenendes im Bett. Ganz toll ...

Wenn ihr hier drin Fehler findet, dann liegt das übrigens an meiner Grippe oder was auch immer mich da gerade befallen hat. 

Frohes Neues noch nach Hause! Und allen viel Glück im neuen Jahr. 

Meldet euch doch mal. 

4 Kommentare Nike am 6.1.08 01:25, kommentieren

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T minus 2 Wochen

Noch ein letzter Blog-Eintrag, bevor ich wieder persönlich mit euch Worte wechsel. In zwei Wochen beginnt nämlich mein Urlaub.

Mein Flieger geht am 9., wir sehen uns dann aber noch nicht sofort, weil ich erstmal noch ein paar andere Pläne zwischenschiebe, aber ab dem 14. dürfte ich dann voll und ganz für euch da sein, sogar zur Jahreshauptversammlung der FW. Danach muss ich aber wieder weg, nach Frankreich, Silvester im Disneyland feiern. Auch mal geil, oder?

Hier in Kanada ist mittlerweile der große Winter ausgebrochen. Es hat nur mal kurz geschneit und schwups waren es 30 cm oder so. Arschkalt ist es auch schon wieder. Ich kann's nicht mehr sehen, dieser blöde, lange Winter hier. EA testet in Spanien, auf die Idee hätte ich mal kommen sollen. Na ja, nun sitzt ich hier im Schnee für zwei weitere Wochen.

Außer Winter kann ich hier leider nichts Neues schreiben, aber umso mehr kann ich halt erzählen wenn ich da bin.

Gestern waren wir einmal mehr in Montreal, diesmal zum Weihnachtsshoppen. Wir waren in einem "Marché de Saveurs", ein Markt des Geschmacks oder wie man das wohl am besten übersetzt. Jedenfalls gab's da einen Haufen Zeug, das ich noch nie zuvor gesehen hatte. Alles kommt hier aus Kanada, da fängt an mit Ahorn-Sirop, -Plätzchen, -Tee, -Bier, -Butter, -Pfeffer, was man nicht alles aus dem Zeug machen kann. Dann gab's da noch exotische Marmeldenvariationen, Öle, haufenweise Zeug zum Kochen, halt alles etwas, das man bei uns nicht kennt. Und da schau her, so hab ich meine Weihnachtsgeschenke gefunden. Für die Familie ist gesorgt. Jetzt fehlen noch die Kinder und natürlich die Freundin.

Nun, so viel dazu. Wenn ich wieder bei euch bin, müssen wir erstmal mächtig was unternehmen. Diesmal seid ihr zum Glück ja auch alle da, im Dezember gilt die Arbeit nicht mehr als Ausrede. Warum hat sich eigentlich noch keiner von wegen Kino oder Eishockey gemeldet? Das nehm ich euch übel, wenn ihr mich das ganz alleine machen lasst. Also, reißt euch am Riemen. So oft werdet ihr in eurem Leben nicht mehr Sachen mit mir unternehmen können, denke ich.

Nun denn, das war's dann auch schon wieder von mir. Bis bald, live, in Farbe und bunt!

 Sebastian

1 Kommentar Nike am 26.11.07 01:15, kommentieren

Urlaubs-S.O.S.

Hey Leute!

Wenn ich im Dezember nach Hause komme, um eine Runde Urlaub zu schieben, dann brauch ich noch gaz dringen wen, der mit mir ins Kino geht und "Lissy" anschaut. Bitte irgendwer nicht gleich dieses Wochenende ins Kino rennen sondern auf mich warten, damit ich nicht ganz alleine ins Kino muss, nur um den Film zu sehen.

Das zweite Anliegen ist durchaus ähnlich. Ich würde ganz gerne zu 'nem Huskies-Spiel gehen, solange ich in Deutschland bin. Ich schlage vor:

So. 23.12.2007 -18:30 Uhr Kassel Huskies -

EHC München


Ich hoffe ein paar von euch haben Bock auf sowas. Wird bestimmt 'ne geile Session, die Huskies gewinnen ja schließlich auch wieder.

Interessenten bitte bei mir melden! Danke schön! Das gilt sowohl für Lissy als auch für die Huskies.

Ich warte auf eure Antworten,

Sebastian

 

Bah... nicht gleich alle auf ein Mal. 

3 Kommentare Nike am 31.10.07 23:53, kommentieren

Zeit für einen neuen Blog

Ja, ja, ich weiß. Es wird Zeit für einen neuen Blog, ich habe zu lange nichts von mir hören lassen. Die Sache ist nur die, ich weiß nicht, über was ich wirklich schreiben soll.

Hier ist im Moment alles ruhig, Liebe läuft gut, Arbeit hat sich beruhigt. Letzte Woche war die erste Woche, in der ich nicht über 40 Stunden gearbeitet habe. Das Dumme daran ist, dass man das auf dem Pay-Check dann auch immer gleich merkt.

Mein Jahr war ja am 2. Oktober voll, deshalb war es wieder Zeit für meine Evaluation, das bedeutet, die lassen sich meine Arbeit durch den Kopf gehen und geben mir dann dementsprechend eine Gehaltserhöhung oder auch nicht. Bei mir sind aber diesmal 75 Cent angefallen. Hab mir sagen lassen, ich sei erst der 2. Lead-Tester, der das bekommt. Reich werd ich davon aber auch nicht ;-)

Der Winter rückt hier an, kein Laub mehr auf den Bäumen, morgens Auto-Fenster kratzen, usw.. Deshalb bin ich am Wochenende losgezogen und habe neue Winterreifen aufziehen lassen. Das tut einem bei der alten Schrottkiste (mittlerweile 240 000 km) doch schon irgendwie weh. Aber was will ich machen, Schnee und Eis nimmt man lieber nicht auf die leichte Schulter. Ich hab die billigsten genommen. Die billigsten sind seltsamerweise Good Year... na ja, was solls.

Mein Urlaub ist mittlerweile geplant, organisiert und bezahlt. Einzelheiten verrate ich aber trotzdem nicht, wir sehen uns halt Weihnachten.

Ach ja, euer Paket ist angekommen. Muss mich ja noch vielmals bedanken. War echt klasse von euch, dass ihr das für mich gemacht habt. Maggi-Fix, Schokolade und Haribo. Wie geil, sag ich da nur. Auch die Barvo mit der "coolen Hip Hop-Kette" und der Magen-Darm-Tee sind angekommen. Mein Dankeschön-Paket ist ja nun auch schon seit 7 Wochen in der Post. Es sollte also noch irgendwann dieses Jahr ankommen. (Blöde, langsame, kanadische Möchtegern-Post) Ihr müsst einfach mal den Claus anhauen, ob schon was eingetroffen ist.

Tjo, das war dann von mir. Wenn ihr das hier lest, dann lasst mir doch bitte 'nen Comment da. Dann hört ihr auch öfter was von mir. :-) 

8 Kommentare Nike am 23.10.07 03:10, kommentieren

Herbst und Eichhörnchen

Der September ist fast um. Das bedeutet hier,  dass die Blätter von den Bäumen fallen und sich alles in bunten Farben schmückt, von hellgelb bis dunkelrot ist hier alles dabei. Sehr seltsam, aber auch sehr schön. Mehr hat sich noch nicht geändert. Arbeit dominiert noch immer meine Woche.

Heute Abend geht endlich die Serien-Saison wieder los. Family Guy und Simpsons starten neue Staffeln, morgen folgt dann Heroes und diese und nächste Woche starten auch die meisten anderen.

Da gibt es etwas, das ich euch noch nicht über Kanada erzählt hab. Klar gibt es hier sehr viel Natur, aber die Zahl an Eichhörnchen haut einfach jeden um. Wenn ich morgens zur Arbeit fahre, sehe ich mindestens 3 auf dem kurzen Weg. Man brauch nur aus dem Haus gehen und ein paar Schritte laufen. Man sieht sie überall und scheu sind sie überhaupt nicht. Graue, schwarze und rote. Neulich hat mich morgens eins den halben Weg zum Bäcker begleitet. Es ist schon beeindruckend und es macht einem irgenwie gute Laune, wenn man sie sieht.

5 Kommentare Nike am 23.9.07 16:46, kommentieren

3 Tage Wochenende

Ein kurzer Update meinerseits: Montag war hier mal etwas ganz seltenes, ein freier Tag. Das bedeutet, dass wir ein 3-Tage-Wochenende hatten. Juhu!

Freitagabend haben wir einen Freund in die Heimat verabschiedet. Er hatte seinen Soll hier erfüllt und darf jetzt wieder ein glückliches Leben führen, ferab von all dem beschissenen Stress, durch den wir anderen durchmüssen.

Samstag waren wir shoppen und bummeln in Montreal. Den Abschluss davon haben wir in einem Park gemacht, in dem es von Eichhörnchen nur so wimmelte. Natur in Kanada ist schon ziemlich cool.

Sonntag war dann Zuhause angesagt. Ein bisschen sauber machen und danach entspannen, bloß nichts Großes anstellen, einfach nur ausruhen.

Montag sind wir dann nochmal nach Montreal gefahren, in einen Vergnügungspark namens "La Ronde". Nach einiger Zeit im obligatorischen Feiertagsautostau haben wir teuer Eintritt bezahlt. Auf dem Papier sah der Park recht gut aus, die Achterbahnen haben schon gelockt... In Realität sind wir dann zur ersten Achterbahn aufgebrochen, haben dort 2,5 Stunden in der Warteschlange gestanden und hatten danach die Schnauze gestrichen voll. Es ist ja nicht so, dass wir spät angekommen wären. Muss man denn an einem überfüllten Tag nur einen verschissenen Wagen auf der Bahn fahren lassen? Danach sind wir jedenfalls nur noch langsam durch den Park geschlendert. Wir haben was gegessen und danach beim Riesenrad nochmals 45 min angestanden. Bei allen anderen Bahnen waren uns die Schlangen wirklich zu lang. Wie gesagt, Schnauze voll halt. Dann sind wir nach Hause. Fazit: La Ronde hab ich gefressen.

Tja, heute ging dann die Arbeit wieder los, 13,5 Std. Es reicht mir schon wieder...

9 Kommentare Nike am 5.9.07 05:00, kommentieren

August

Es ist August. Im Moment passiert nicht viel. Wie auch? Mein Tag besteht ja nur noch aus arbeiten. Diese Woche waren es 67,5 Std. (35 Std. ist normal). Wollen wir hoffen, dass sich das wenigstens auf dem Gehaltscheck wiederspiegelt, aber daran zweifel ich irgendwie noch ein bisschen.

Aber das Schlimmste ist schon fast überstanden, es sollte bald wieder abflachen. Die Lust ist uns jedenfalls schon allen vergangen, durchhalten müssen wir trotzdem.

Warum schreibt ihr mir nicht mal wieder? Das würde mich bestimmt etwas ablenken.

2 Kommentare Nike am 19.8.07 16:41, kommentieren

Der Teufel ist ein Einhörnchen

Im Moment passiert nicht wirklich viel außer, dass ich in letzter Zwischen 10 und 14 Stunden am Tag arbeite. Das man dabei auf ein paar ziemlich beknackte Gedanken kommt kann ich euch beweisen, indem ich euch einen Einblick in meine Liste mit verdrehten Sprichworten gebe. Ich denke, da sollte für jeden und für jede Situation was dabei sein.

Verkehrte Sprichworte


Alle viere zusammenzählen

Auch ein blindes Huhn ist besser als die Taube auf dem Dach

Da hat jemand Lunte geleckt

Da muss man auch mal Eins und Eins gerade sein lassen

Da sieht’s aus wie bei Nachbars unterm Lumpi

Das ist das Geld nicht wert, auf dem es gedruckt ist

Das setzt dem Fass die Krone auf

Dem Letzten bellen die Hunde

Dem Nagel auf dem Kopf treten

Den Tiger aus dem Tank lassen

Den Wald vor lauter Bauern nicht sehen

Der Teufel ist ein Einhörnchen

Die dünnsten Bauern haben die dicksten Kartoffeln

Die Katze fällt nicht weit vom Stamm

Ein geschenkter Gaul hat Gold im Mund

Einen Apfel für ein Ei vormachen

Glück im Unglück, Spiel in der Liebe

Hinter vorgehaltener Tür

Keine Ahnung haben, wo der Pfeffer wächst

Mein Name ist Hase, ich liege im Pfeffer

Meine Rede, kurzer Sinn

Morgenstund ist auch nicht aller Tage Abend

Reden ist schweigen, Silber ist Gold

Schmidts Katze im Sack kaufen

Sich benehmen wie ein Elefant im Heuhaufen

So wird ein Strick draus

Unter den Blinden ist der Einarmige König

Vorsicht vor der Mutter in der Porzellankiste

Wer anderen eine Grube gräbt findet auch mal ein Korn

Wer im Glashaus sitzt fällt selbst hinein

Wie die Köche um den heißen Brei schleichen

Wir ziehen doch alle am selben Boot

Wo sich Fuchs und Hase die Klinke in die Hand geben

Wo zum Henker bleibt der Richter?

Zwei Katzen mit einem Sack schlagen

Keine Angst, es gibt keine Copyrights, bedient euch nach belieben.

Tschau!

1 Kommentar Nike am 26.7.07 23:07, kommentieren

Fotos!!!

So, bitteschön! Fotos vom Geburtstag in Québec und vom neuen Apartment gibts hier:

 


 

2 Kommentare Nike am 7.7.07 16:36, kommentieren

Eine Nacht im Luxus-Hotelzimmer und die Nacht davor im Parkhaus gegenüber

Huhusen! Da bin ich wieder, mit Internet und neuer Wohnung. Ich hab einen verdammt stressigen und nervigen Umzug hinter mir. Das möchte ich bitte nicht noch einmal machen

So, dann will ich mal erzählen, was in letzter Zeit so alles passiert ist. Letztes, oder besser ehr vorletztes, Wochende war ja bekanntlich mein Geburtstag, zu dem mir auch der Eine oder Andere gratuliert hat. An dieser Stelle nochmal ein herzliches Dankeschön an alle. Ich habe mich sehr gefreut.

Also, weil mein Geburtstag hier in Québec der Tag der Tage ist, haben wir den anschließenden Montag frei bekommen und konnten so an dem Wochenende mal was unternehmen.

Nachdem wir Freitagabend Taka verabschiedeten, der als erster aus dem Haus ausgezogen war, haben wir (Amélie + ich) uns auf den Weg ins dreieinhalb Stunden entfernte Québec City gemacht, die Hauptstadt der fraglichen Provinz. Dort angekommen liesen wir das Auto in einem Parkhaus im Zentrum der Stadt, 12 Stunden für 8 Dollar. Nun ja, es war ca. halb 6 Uhr Abends, was da 12 Std bedeuten kann sich nun wohl jeder ausrechnen.

Wir haben uns etwas die Stadt angesehen, die wirklich hübscher ist als der Rest hier in Québec, dort baut man Häuser sogar mit Stein, unglaublich. Im Anschluss gingen wir dann essen und haben uns danach zu einem Park aufgemacht, wo eine große Showbühne aufgebaut war. Da sind dann den ganzen Abend gratis Musiker aus der Provinz aufgetreten und haben Party gemacht und alles war voll mit blau-weißen Fahnen. Ihr könnt euch das so ähnlich vorstellen, wie das Bon Jovi-Konzert (Park+Bühne) gefüllt mit bemalten Leuten und Fahnen wie bei der letzten WM; halt nur blau-weiß statt schwarz-rot-gold.

Von der Party sind wir dann weg als es uns langweilig und wir müde wurden. Auf dem Weg zum Auto sind wir bestimmt an allen 8 Mio. Québecois vorbei gelaufen, die es gibt, und alle waren betrunken. Ist halt ihr Nationalfeiertag, trotzdem kann ich mich nicht daran erinnern, dass es bei uns am 1. Oktober jemals so zuging.

Geschlafen haben wir dann im Auto, im Parkhaus, mit Beleuchtung und allen 15 Minuten jemandem der 'nen Strahl in die Ecke 3 Meter dem Auto stellen musste. Wie ihr euch vorstellen könnt, ging das nicht besonders gut. Wir haben vielleicht beide gerademal eine halbe Stunde Schlaf gefunden.

Tag 2: Québec City, Parkhaus, 5 Uhr morgens, der Wecker klingelt. Die 12 Std im Parkhaus laufen ab. Wir sind also "aufgestanden", haben uns notdürftig umgezogen und haben uns dann einen Parkplatz in den Straßen gesucht, das war nämlich am 24. ausnahmsweise umsonst. Nun gut, was macht man um 6 Uhr morgens, wenn alle anderen besoffen von der Feier nach Hause torkeln und das Hotelzimmer erst um halb 4 nachmittags frei wird? Richtig, frühstücken und 'nen Platz zum schlafen auf einer Wiese suchen.

Amélie war glücklicherweise schon vorher einmal in Québec und konnte mir daher also einiges in der Stadt zeigen. Wir landeten schließlich am alten Hafen und ließen uns auf einer Wiese nieder, wo wir dann bis ca. 9 Uhr noch etwas dösten, klar nach der schlaflosen Nacht. Nach einem super-leckeren 2. Frühstück, einem großartigen Mittagessen und Québec City rauf und runter landeten wir dann um halb 4 endlich im Hotel Capitole, wo ich ein Luxus-Zimmer mit Whirlpool gemietet hatte. Man kann nur sagen es war einsame Spitze und wir wollten gar nicht mehr raus aus dem Zimmer.

Das mussten wir dann aber doch, denn ich hatte auch 2 Karten für die Dinner-Show besorgt. Das bedeutet, es gab ein hervorragendes Essen und in einem theatermäßigen Raum, sehr edel und wirklich hübsch; und danach trat Elvis auf die Bühne. Die Derzeitige Show dort war die Elvis Story, eine hervorragende Kombination aus den Meilensteinen der Kings, alles spitzenmäßig inszeniert. Man muss Elvis nicht mögen, aber die Show war einfach umwerfend.

Danach genossen wir noch ein wenig das Zimmer, dass wir dann am nächsten Tag um 12 schon wieder räumen mussten. Wir nahmen also unser Frühstück um 11:30 Uhr und fuhren am Nachmittag wieder 3,5 Std nach Hause. 

Es war ein umwerfendes Wochenende und Dank Amélie ein unvergesslicher Geburtstag. Ich hoffe, dass ich noch dazu komme, Bilder davon hochzuladen, damit ihr auch etwas davon habt.

Dieses Wochenende kam dann der stressige und mehr als teure Umzug, aber die Wohnung kann sich mittlerweile sehen lassen, und Internet habe ich ja jetzt auch wieder. Vielleicht gibt's auch bald Fotos von der Wohnung, mal sehen.

An der Arbeit läuft zur Zeit noch alles stabil, ich habe eine Berwerbung als Project Manager eingereicht, aber bis jetzt gibt es noch keine Antwort. Eine Woche lang wird es wahrscheinlich noch ruhig sein, bevor die Hölle losbricht, was die Menge der Projekte angeht. Aber mal abwarten.

Tschüss und bis bald, Sebastian!

2 Kommentare Nike am 3.7.07 04:08, kommentieren